Die Glyx-Diät
Mittwoch, den 21. Januar 2009
Die Glyx-Diät unterscheidet Lebensmittel nach ihrem glykämischen Index, auch GI genannt. Die übliche Unterscheidung nach Eiweiß-, Fett- und Kohlenhydratanteil sowie das reine Kalorienzählen sind für die Glyx-Diät unerheblich. Geprägt wurde der Begriff Glyx vor 10 Jahren. Eine Ernährung gemäß der Glyx-Methode eignet sich nicht nur für eine Entfettungskur oder als Tipps zum Abnehmen, sondern auch für eine langfristige Ernährung.
Der glykämische Index bewertet Nahrungsmittel danach, wie stark sie die Bildung von Blutzucker anregen. Dieser nämlich hat Einfluss auf die Insulinproduktion im Körper und ist somit ein wichtiger Indikator für Diabetes. Gute Nahrungsmittel haben nach dieser Bewertung einen niedrigen glykämischen Index. Der Körper kann sie nicht so schnell verdauen, der Blutzuckerspiegel steigt nur langsam.
Schlechte Nahrungsmittel sind laut Glyx alle diejenigen, die sehr kohlenhydrathaltig sind. Sie werden im Körper besonders schnell zu Zucker umgewandelt und führen zu einem raschen Insulinausstoß. Insulin hat die Aufgabe, Blutzucker abzubauen. Geschieht das sehr schnell, entsteht auch rasch wieder ein erneutes Hungergefühl. Der gefürchtete Kreislauf von Diät, gesund Abnehmen und erneutem Zunehmen wird beschleunigt.
Anfangs wurde der glykämische Index nur bei Diabetikern berücksichtigt. Heute weiß man, dass es sich dabei um ein probates Mittel handelt, um sich dauerhaft richtig und gesund zu ernähren und abzunehmen.
Einen positiven glykämischen Index haben Nahrungsmittel wie frisches Obst und Gemüse, aber auch Nudeln, Vollkornbrot und viele Milchprodukte. Reis, Weißbrot und Kartoffelpüree sind hingegen weniger empfehlenswert.
Dies genau ist auch die Kritik, die die Deutsche Gesellschaft für Ernährung an der Glyx-Diät hat. Sie moniert, dass die Art der Zubereitung der Lebensmittel keine Berücksichtigung findet. Diese jedoch habe großen Einfluss darauf, wie wertvoll ein Nahrungsmittel für unseren Körper ist. Auch die absolute Fett- und Kalorienmenge, die dem Körper zugeführt wird, sei durchaus mitentscheidend für Übergewicht, Diabetes und Arteriosklerose.
